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Verband der Reifenspezialisten Österreichs

Unser Experte beantwortet Ihre individuellen Fragen







Gerne beantwortet unsere Experte für Rad und Reifen
Ing. Karl Hawelka
Sachverständiger für Kraftfahrzeug-Bereifung, Reifenschaden und für Reifen an "Historischen Fahrzeugen"
Ihre individuellen Fragen.

Meine Frage an den VRÖ-Reifenexperten: (hier klicken)

Nachstehend finden Sie aktuelle Stellungnahmen zu folgenden Themen:

- Spikes in gebrauchte Reifen
- Wuchten / Bleiverbot
- Wuchten / Leichtmetallfelgen
- Nachschneiden
- Nachgeschnittenen Reifen bei Gefahrenguttransport
- Abweichung von Angaben in Fahrzeugpapieren
- Individuelle Reifenwahl?
- Felgenumrüstung
- Trailerreifen auf LKW
- Motorrad: Mindestprofil/ Markenbindung
- Reifenschaden durch Starkstrom
- Delle in der Seitenwand
- Winterreifen für Anhänger
- Feuerwehrfahrzeuge mit Winterreifen
- Kettenmitnahme bei LKW-Überstellungen
- Mischung von Reifenmarken
- Anziehdrehmoment / Leichtmetallfelgen
- Wasserbefüllte Reifen / Frostschutz


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Spikes in gebrauchte Reifen
Bereits gefahrene Winterreifen mit Spikelöchern dürfen nicht mehr bespiket werden. Das hat der Gesetzgeber u. a. eindeutig geregelt. Es besteht nämlich die Gefahr, dass die Lochtiefe bei einem schon gefahrenen Reifen derart geringer geworden ist, dass die neuen Spikes, mehr als erlaubt, aus der Laufflächen-Oberfläche hinausragen.
Im § 4 Abs (5) 1. b) KDV heißt es: Spikes dürfen nur in fabriksneue oder nach einer Runderneuerung ungebrauchte Reifen und nur nach den Richtlinien des Reifenerzeugers (Runderneuerers) in die von diesem hierfür bestimmten Löcher eingesetzt sein.
Der § 4 Abs (5) 1. h) KDV lautet weiter: Spikes dürfen bei neuen Reifen über die Lauffläche des Reifens nicht weniger als 1 mm und nicht mehr als 1,5 mm hinausragen.
Weiters besagt der § 4 Abs (5) 2. d) KDV: Die Verwendung von Reifen, bei denen Spikes mehr als 2 mm über die Lauffläche hinausragen, ist unzulässig.
Im § 4 Abs (5a) KDV heißt es weiter: Das Einsetzen der Spikes (Abs 5) darf nur nach den Richtlinien des Reifenerzeugers unter Einhaltung der Bestimmungen des Abs 5 Z 1 von einem hierzu berechtigten Gewerbetreibenden durchgeführt werden. Der Gewerbetreibende hat für jeden von ihm mit Spikes versehenen Reifen eine schriftliche Bestätigung darüber auszustellen und dem Käufer auszuhändigen (siehe VRÖ-Rechtfibel, Ausgabe 2009, Seite 95).

Wuchten / Bleiverbot
Seit 1. Juli 2005 ist die Verwendung von Blei-Wuchtgewichten an Fahrzeugen der Klasse M1 und N1 bis zu einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen verboten. Europaweit bestimmen die Programme in den handelsüblichen Wuchtmaschinen, nach welchem – vorher einstellbaren System – das Gesamtrad gewuchtet wird. Auch ob und wo in den beiden Wuchtebenen ein entsprechendes Ausgleichsgewicht angebracht wird, bestimmen diese Programme. Zwei Gewichte in ein und derselben Ebene lassen diese Systeme nicht zu. Zum Thema Wuchten gibt es keine österreichischen Gesetze oder EU-Standards.

Wuchtgewichte für Leichtmetallfelgen
Beim Wuchten von Leichtmetall-Felgen sollte – schon wegen der Optik – immer versucht werden, eine Lösung mit den verdeckten (unsichtbaren) Wuchtebenen zu finden. Schlaggewichte setzt man bei Leichtmetall-Felgen nur dann ein, wenn die von den Wuchtmaschinen angebotenen verdeckten Wuchtebenen oder ein Optimieren durch Matchen nicht ausreichen, einen ruhigen Lauf gegen null Gramm zu erreichen.

Nachschneiden
Der Gesetzgeber verlangt einen "... hierzu berechtigten Gewerbetreibenden ...", womit ein Vulkaniseur-Meister gemeint ist. Nur dieser darf die Dienstleistung "Nachschneiden" an Dritte verkaufen. Er ist auch im Fall einer Gewährleistung verantwortlich. In einem entsprechenden Erlass des BMÖWV aus 1982 wird ein "Selbstbedienungsrecht" eingeräumt. Es besagt, dass Transportunternehmen ihre Mitarbeiter speziell zum Reifennachschneiden ausbilden lassen können. Danach dürfen sie für das eigene Unternehmen die anfallenden LKW-Reifen - nach den Richtlinien und Vorschriften der Reifenhersteller - für den eigenen Gebrauch nachschneiden. Diese Tätigkeit darf aber nicht an Dritte weiterverkauft werden. Details dazu finden sich in der VRÖ-Rechtsfibel auf Seite 85. Zu beachten ist auch das Zertifikat laut Muster auf Seite 94 der VRÖ-Rechtsfibel.
Auf Seite 87 der VRÖ-Rechtsfibel findet sich eine Einsatzübersicht, bei welchen Fahrzeugklassen und auf welchen Achsen nachgeschnittene Reifen verwendet werden dürfen.
VRÖ-Rechtsfibel
Die nebenstehenden Skizzen helfen bei der Messereinstellung. Die Nachschneidetiefe und -breite ist nicht allgemein von der Dimension abhängig, sondern muss beim jeweiligen Reifenhersteller für den konkreten Reifen erfragt werden. Vor der Messereinstellung muss die Restprofiltiefe in allen nachzuschneidenden Rillen ausgemessen werden. Der geringste Wert ist als Maß "t" zu verwenden. Dies dient dazu, den Gummi-Restpolster bis zum Stahlgürtel zu schützen.
Eine Ausbildung zum "Nachschneider" bietet in Österreich beispielsweise die Firma Stahlgruber (siehe Fördermitglieder unter Menüpunkt "Der Verband") an.

Nachgeschnittene Reifen bei Gefahrenguttransport GGT
Wie in der VRÖ-Rechtsfibel auf Seite 87 beschrieben, dürfen nachgeschnittene Reifen an Fahrzeugen für den Transport gefährlicher Güter auf der Vorderachse nicht verwendet werden, an allen übrigen Achsen jedoch schon. Diese Regelung gilt in allen Fällen – unabhängig von der Menge des transportierten Gefahrgutes – für Fahrzeuge der Klassen N2 und N3. Fahrzeuge der Klasse N1 dürfen nicht mit nachgeschnittenen Reifen betrieben werden. Der Transport von Gefahrgut mit solchen Fahrzeugen ist überdies nur mit Sondergenehmigung gestattet.

Abweichung von Angaben in Fahrzeugpapieren
Eingetragen ist: 195/70 R 15 C 96 T. Das C für "Commercial" in der Reifenbezeichnung ist, wie der Fragesteller beim Fahrzeughersteller erhoben hat, nicht bindend, wenn die Größe sowie Load- und Speed-Index eingehalten werden.
Daraus folgt, dass ein 195/70 R 15 97 oder 98 H oder V auch geeignet ist. Diese Reifen werden von verschiedenen Reifenherstellern in "Reinforced" bzw. in "XL"-Ausführung angeboten. Die Bedingungen des Fahrzeugherstellers werden erfüllt. Da dieser Wechsel unter den Begriff "höherwertige Bereifung" fällt, müssen die Fahrzeugpapiere nicht geändert werden.
Zu beachten ist ein möglicherweise veränderter Reifen-Fülldruck.

Motorradreifen
Einige Motorrad- und PKW-Hersteller schrieben seinerzeit im Typenschein eine spezielle Reifen-Fabrikatsbindung vor, wobei nicht nur bestimmte Reifengrößen, sondern auch nur bestimmte Reifenfabrikate und Reifen-Ausführungen eingetragen und somit für dieses Fahrzeug auch nur zugelassen waren. Mit Wirkung ab 1. März 2000 hat die Europäische Kommission diese sogenannte Reifen-Fabrikatsbindung für nicht zulässig erklärt, mit der Begründung des uneingeschränkten Wettbewerbes innerhalb der EU. Das hat zur Folge, dass in den Fahrzeugpapieren von neuen Fahrzeugen seit dem vorgenannten Termin keine Reifenbeschränkungen mehr eingetragen werden durften. Alle noch vorhandenen diesbezüglichen Eintragungen haben keine Rechtswirksamkeit mehr und sind höchstens noch als Empfehlung zu betrachten. UND DAS GILT AUCH BIS HEUTE! Sofern Reifen in Größe sowie Load- und Speed-Index genau den Fahrzeugpapieren entsprechen, dürfen faktisch Reifen jedes Herstellers montiert werden. Es spricht aber nichts dagegen, sich trotzdem an mögliche Empfehlungen des Fahrzeugherstellers zu halten.

Individuelle Reifenwahl ? Anfrage:
Ich fahre einen Volvo V70 II, bei dem laut Typenschein 90W-Reifen verlangt sind. Nun brauche ich neue bzw. möchte gebrauchte Sommerreifen kaufen. Laut ÖAMTC muss ich W-Reifen haben, weil das im Typenschein so drin steht, obwohl der Wagen eine max. Höchstgeschwindigkeit von 200km/h hat. Nun hat mir ein Reifenhändler erzählt, dass dieser typisierte Geschwindigkeitsindex nicht unbedingt verpflichtend ist und ich auch mit V Reifen auskommen sollte. Könnten Sie mir diesbezüglich bitte weiter helfen, da ich kein Risiko eingehen und nicht im Falle eines Unfalls mit einer Teilschuld rechnen will.
Antwort: Zum Thema der Einhaltung von Angaben über Reifen und Rad in den Fahrzeugpapieren besteht in Österreich die Verpflichtung, diesen Angaben zu entsprechen. Das betrifft in erster Linie die Ausstattung des Fahrzeuges mit Sommerreifen. Wie Ihnen ja bekannt ist, besteht in Österreich die Ausnahme bei der Umrüstung auf Winterreifen (mindestens Q = 160 km/h) und falls das Fahrzeug schneller ist, tritt die Regelung mit dem Klebeschild in Kraft.
Bei Ihrem Volvo V70 II ist die max. Höchstgeschwindigkeit mit 200 km/h eingetragen und gleichzeitig werden vom Fahrzeughersteller Reifen mit dem Geschwindigkeitssymbol W = 270 km/h vorgeschrieben. Sie sind berechtigter Weise der Meinung, dass auch Reifen mit V = 240 km/h oder sogar mit H = 210 km/h ausreichen würden. In Deutschland ist diese Änderung unter Hinzurechnung einer Toleranz national geregelt und auch erlaubt (BRV).
In Österreich haben wir so eine Lösung nicht und ich kann Ihnen nur empfehlen, sich an die Angaben in den Fahrzeugpapieren und der Fahrzeug-Betriebsanleitung zu halten. Das hat Ihnen auch der ÖAMTC so mitgeteilt.
Wenn Sie trotzdem anderer Meinung sind, dann sollten Sie Ihre von den Papieren abweichende Reifenwahl beim Fahrzeughersteller hinterfragen und sich dazu eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lassen. Die Reifengröße und die Tragkraft müssen unverändert bleiben. Vermutlich wird auch ein anderer Reifen-Innendruck vorgeschrieben werden. Dann erst kann, unbeschadet etwaiger Überprüfungen, die geänderte Reifen-Ausrüstung montiert werden. Ob die Fahrzeugpapiere entsprechend geändert werden müssen, regelt der österr. Fahrzeug-Importeur.

Felgen-Umrüstung
Felgen, die für ein bestimmtes Fahrzeug genehmigt sind, jedoch über das Fahrzeug hinausragen, dürfen erst dann montiert werden, nachdem die vom Gutachten geforderte Anbringung zusätzlicher Randleisten durchgeführt wurde.

Trailerreifen auf LKW
So genannte FRT-Reifen (FRT = Free Rolling Tyres / frei rollende Reifen) dürfen auf der Lenkachse (vordere gelenkte Achse) oder der Antriebsachse (angetriebenen Achsen) eines LKW nicht montiert werden. Ausgenommen davon sind Liftachsen; dort sind FRT-Reifen zulässig.

Motorrad-Mindestprofil / Markenbindung
Die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Motorradreifen beträgt in Österreich unverändert 1,6 mm. Jedoch gibt es Angaben in Betriebsanleitungen einiger Motorradhersteller, die dringend empfehlen, Reifenunter 2,0 mm nicht mehr zu fahren. Das sollte auch beachtet werden, da im Versicherungsfall die Angaben in der Betriebsanleitung höher bewertet werden als die gesetzliche Mindestprofiltiefe.
Zur Reifenfabrikatsbindung bei Motorrädern findet sich in der VRÖ-Rechtsfibel, Ausgabe 2009, auf Seite 50 eine ausführliche Stellungnahme. Wer etwas an der Bereifung ändern will, benötigt dafür eine entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigung (UBB). Diese kann nur der Motorrad- bzw. der Reifenhersteller ausfolgen. Am besten hilft dabei der versierte Reifenspezialist weiter. Diese UBB ist dann bei jeder Fahrt mitzuführen. Eine neuerliche Überprüfung oder Eintragung in den Fahrzeugpapieren ist nicht erforderlich.

Reifenschaden durch Starkstrom
Prinzipiell stellen alle namhaften Reifenhersteller ihre Reifen nach Normen her, die auch die elektrische Leitfähigkeit von Reifen reglementieren, und zwar unabhängig davon, ob in der Laufflächenmischung Silica enthalten ist oder nicht. Prüfmethoden und insbesondere einzuhaltende Grenzwerte der elektrischen Leitfähigkeit regelt die Wdk-Leitlinie 110 (Wdk = Wirtschaftsverband der deutsch Kautschukindustrie). Sinn und Zweck dieser Norm ist es, dass nach diesen Grenzwerten hergestellte Reifen bei Fahrzeugen elektrische Aufladungen ableiten, die durch mögliche Funkenentladungen zu Gefahren führen könnten.
Im konkreten Fall, wo rund 34.000 Volt in einen Ackerboden abgeleitet wurden, kann ich von einer weiteren Verwendung nur dringend abraten. Auch wenn augenscheinlich an einigen unversehrten Reifen keine äußeren Merkmale erkennbar sind, ist zu beachten: Der hohe Spannungswert hat in der Bodenaufstandsfläche des Laufstreifens – je nach Feuchtegehalt des Bodens – mehr oder weniger kleine durchgeschmolzene Kanäle erzeugt, die bis zum Stahlgürtel – dem Festigkeitsträger der Reifen – reichen. Dort kann beim weiteren Betrieb Feuchtigkeit eindringen und zu Rost führen. Sicher sind auch Flächen und Stahlgürtellagen so erhitzt worden, dass sich der anvulkanisierte Gummi gelöst hat. Das ist ein „Zeitzünder“ für die Auflösung des Gürtels und somit eine große Gefahr für einen etwaigen Weiterbetrieb dieser Reifen. Bei der Demontage eines unversehrten Reifens sind vermutlich auch keine Hitzespuren zwischen Felge und Reifen zu finden, da hier der Anpresskontakt durch den Innendruck sehr hoch ist. Auch das könnte fälschlicherweise zur Annahme führen, diese Reifen wären weiter verwendbar. Eine Begutachtung aller Reifen kann nicht zerstörungsfrei erfolgen. Daher ist es wirtschaftlicher und sicherer, alle betroffenen Reifen zu ersetzen.

Delle in der Seitenwand
Eine Delle in der Reifen-Seitenwand ist immer eine Einschnürung und somit eine Starkstelle. Sie ist als solche harmlos und stellt einen so genannten Schönheitsfehler dar. Solch ein Reifen ist uneingeschränkt weiterhin fahrbar. Völlig anders ist die Situation zu beurteilen, wenn unter Reifen-Innendruck eine Beule in der Seitenwand entsteht. Hierbei handelt es sich um eine Cordspreizung, die somit eine Schwachstelle in der Reifenseitenwand signalisiert. Solch ein Reifen stellt eine unmittelbare Gefahr dar und darf nicht weiter gefahren werden. Solche Reifen sind sofort zu ersetzen und dürfen auch nicht repariert werden.

Winterreifen für Anhänger
PKW-Anhänger brauchen im Normalfall bei Winterreifenpflicht keine Winterreifen, ausgenommen der ziehende PKW hat Spikereifen montiert, dann braucht das der Anhänger auch. Oder wenn der Landeshauptmann für ein bestimmtes Straßenstück, für eine bestimmte Zeit, Winterausrüstung vorschreibt. Dann müssen alle Achsen eines Gespannes mit Winterreifen ausgestattet sein.

Feuerwehrfahrzeuge mit Winterreifen
Im § 102 KFG, Abs. 8a, ist bestimmt, dass Kraftfahrzeuge der Klassen N2 und N3 im Zeitraum 1. November bis 15. April nur verwendet werden dürfen, wenn zumindest an den Rädern einer Antriebsachse Winterreifen angebracht sind. Fahrzeuge des öffentlichen Sicherheitsdienstes, Heeresfahrzeuge und Feuerwehrfahrzeuge, bei denen bauartbedingt oder wegen ihres überwiegenden Verwendungszwecks die Anbringung von Winterreifen nicht möglich oder nicht zweckmäßig ist und Fahrzeuge, mit denen Probe- oder Überstellungsfahrten durchgeführt werden, sind von dieser Verpflichtung ausgenommen.

Kettenmitnahme bei LKW-Überstellungen
Bei der Ketten-Mitnahmepflicht für Fahrzeuge der Klassen N2, N3, M2 und M3 gibt es keine Ausnahmeregelung. Die Ketten-Mitnahmepflicht gilt daher auch bei Probe- und Überstellungsfahren im Zeitraum 1. November bis 15. April. Die Verwendung von Winterreifen ist bei Probe- und Überstellungsfahrten hingegen nicht vorgeschrieben.

Mischung von Reifenmarken
Es gibt in Österreich kein gesetzliches Verbot, an ein und derselben PKW-Achse Reifen von verschiedenen Herstellern und naturgemäß mit unterschiedlichen Reifenmustern zu montieren und zu fahren. Allerdings rät der VRÖ von solch einer Lösung dringen ab. Eine derartige Mischbereifung kann zu instabilem Fahrverhalten und unkontrollierbaren Bremsreaktionen führen. Durch unterschiedliches Alter der verwendeten Reifen wird dieses Problem zusätzlich verstärkt. Der Altersunterschied sollte daher nicht mehr als sechs Monate betragen. Die Lauffläche würde andernfalls einen zu großen Unterschied im Härtegrad aufweisen. Daraus resultiert unter Umständen auch ein differenziertes Fahrverhalten.

Anziehdrehmoment bei Leichtmetallfelgen
Die VRÖ-Rechtsfibel bietet auf Seite 70 entsprechende Hinweise zu diesem Thema. Details müssen allerdings den Unterlagen des Felgenherstellers entnommen werden. Hinweise für das Drehmoment bei der Montage von Leichtmetall-Felgen gibt es auch in den Betriebsanleitungen der Fahrzeuge, insbesondere dann, wenn Leichtmetall-Felgen zur Standard-Ausrüstung gehören. Bei Leichtmetall-Felgen stellt sich auch oft die Frage nach dem Anziehdrehmoment von geschraubten Metallventilen. Dazu bietet die VRÖ-Rechtsfibel eine Tabelle auf Seite 74.

Wasserbefüllte Reifen / Frostschutz
Als Frostschutz für wassergefüllte Reifen und deren Ventile ist ein – beim Auto allgemein verwendetes – übliches Frostschutzmittel auf Basis von Äthylen-Glykol unbedenklich. Zu beachten ist jedoch, dass dieser scheinbar harmlose Wasserzusatz als Sonderabfall zu entsorgen ist.
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