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Events

VRÖ Online
Erster VRÖ Online Reifentag 2022

März 2022

Seit Jahren war der VRÖ Reifentag ein fixer Bestandteil der AutoZum in Salzburg. Wie eine Messe in der Messe war der Veranstaltungsort Reifenforum Anlaufstelle für Reifenhändler, Reifenindustrie und Besucher. So war es einmal – pandemiebedingt musste 2022 der VRÖ Reifentag online abgehalten werden. Inhaltlich in gleicher Qualität wie in der Vergangenheit mit diesmal 4 Vortragenden und regem Interesse der Besucher wie eh und je.

Bei der Eröffnungsansprache fand James Tennant, Obmann des VRÖ, mitfühlende Worte zu der aktuellen Situation der Menschen in der Ukraine und gab der Hoffnung Ausdruck, dass Vernunft einkehrt und keine globale Katastrophe droht. „Nicht nur unsere Branche, sondern die gesamte Wirtschaft wurde schon durch die Pandemie beeinflusst. Der Reifenhandel hat die Pandemie bisher gut gemeistert, aber einige Probleme warten noch auf eine Lösung“, erklärte James Tennant. So ist es derzeit kaum möglich qualifizierte Mitarbeiter zu finden. „Mitarbeiter sind unser Kapital für die Zukunft. Diese Herausforderung müssen wir ernst nehmen“, so James Tennant.

Ein seriöser Ausblick in die Zukunft seitens des VRÖ-Vorstandes sei derzeit schwierig. „Momentan beschäftigen uns natürlich die Preiserhöhungen, die außer Kontrolle geraten“, so Tennant. 

James Tennant
James Tennant

Größere Reifendimensionen dominieren zukünftig den Markt

„Eine wesentliche Herausforderung für die Reifenspezialisten wird zukünftig der Anstieg der durchschnittlichen Reifendimensionen. Bis 2026 ist zu erwarten, dass 25% der Premium-Reifen die Dimension 18 Zoll oder größer haben werden, erklärt Michael Peschek-Tomasi, GF point-S – Reifen Partner GmbH. „Allein durch eine Änderung der Dimension von 16 auf 18 Zoll würde sich bereits eine Preissteigerung um 20% ergeben, so Peschek-Tomasi und ergänzt: „Ich glaube, dass vielen in unserer Branche nicht klar ist, wie groß diese Zahlen sind.“ Mit zunehmend größeren Dimensionen würde sich auch ein Platzmangel in den Reifendepots ergeben. „Die dadurch entstehenden Kosten müssen identifiziert und weitergegeben werden“, so Peschek-Tomasi.

Bleiben Sie flexibel

„Um sich auf die bevorstehenden Veränderungen bestmöglich einzustellen, müssten Betriebe unter anderem die „Flaschenhälse“ im Unternehmen lokalisieren, so Peschek-Tomasi. „Im Idealfall sind dies die Bühnen mit Personalbesetzung.“ Außerdem müsse der Durchsatz genau analysiert werden, also wie viele Fahrzeuge in der Praxis pro Zeiteinheit abgewickelt werden können. Diesem Durchsatz müsse das Reifenhotel bestmöglich angepasst werden und Wachstum forciert werden. Sollte nach der marktsättigenden Mixentwicklung keine bahnbrechende Innovation kommen, folge der Verdrängungswettbewerb. Folglich darf ich Ihnen raten, bleiben Sie flexibel, analysieren Sie Ihre Engpässe und richten Sie Ihre Preise und Leistungen danach aus“, so Peschek-Tomasi.

Michael Peschek-Tomasi
Michael Peschek-Tomasi

Zusatzleistungen verkaufen

„Der Reifenhandel muss seine Leistungen selbstbewusst verkaufen“, ist Peter Eisele, Berater bei flow consulting GmbH überzeugt. Dabei nennt er Achsvermessung, Radwäsche, Einlagerung und das Wuchten als wichtige Zusatzverkäufe und Zusatzerträge. „Wir wollen dem Kunden nicht etwas verkaufen, was er nicht braucht, aber wir müssen auf alle Möglichkeiten hinweisen und dem Kunden aktiv alle Wünsche erfüllen“, so Eisele. „Beispielsweise bringe die Einlagerung von Reifen gute Prozesse, kurze Radwechsel, eine bessere Disposition und damit letztlich die entscheidenden Unterschiede im Ertrag“.

Peter Eisele
Peter Eisele

Vier wichtigen Faktoren für Elektromobilität 

Beim Vortrag von Prof. Dipl. Ing. Dr. Jürgen Stockmar lag der Focus auf vier Faktoren, die für den künftigen Erfolg der Elektromobilität entscheidend sind. Einer dieser Faktoren sei die Reichweite bzw. die Batteriekapazität der Fahrzeuge.  Weiters eine flächendeckende Ladeinfrastruktur sowie die Preise für Batterien. Als absolut zwingende Voraussetzung nennt Stockmar die regenerative Stromerzeugung für die Batterieproduktion und den Fahrzeugbetrieb.

Jürgen Stockmar
Prof. Dipl. Ing. Dr. Jürgen Stockmar

Digitalisierung

Weiterentwicklung – ein Muss für die Zukunft

Im Rahmen seines Vortrages erklärte Sanjay Sauldie die 24 Bausteine, um ein Unternehmen strategisch zu digitalisieren. Zusätzlich zeigte er Beispiele wie der Reifenhandel und die Reifenindustrie Chancen im Metaverse nutzen kann. 

Die Präsentation finden Sie unter simplefair.com

Nicht nur allgemeine Unternehmen sind von der Digitalisierung betroffen, sondern insbesondere die Reifenindustrie hat jetzt gewaltige Chancen. In seinem Vortrag wird Sanjay Sauldie auch über die Möglichkeiten der Reifenindustrie im Metaverse sprechen.

Sanjay Sauldie, geboren in Indien, aufgewachsen in Deutschland, studierte Mathematik und Informatik an der Universität zu Köln und machte seinen Master of Sciences (M.Sc.) an der Universität von Salford (Manchester, UK) über digitale Disruption und digitale Transformation (2017) und wurde bei EMERITUS (Singapur) in der MIT-Methode des Design Thinking (2018) geschult. Er ist Direktor des European Internet Marketing Institute EIMIA. Er wurde vom internationalen Weltverband der Webmaster in Los Angeles / USA mit dem Internet-Oscar „Golden Web Award“ und zweimal mit dem „Innovationspreis der Initiative Mittelstand“ ausgezeichnet und ist einer der gefragtesten europäischen Experten für Digitalisierung in Unternehmen und Gesellschaft.

Sanjay Sauldie
Sanjay Sauldie

Online Veranstaltung – Blackout – Die unterschätzte Katastrophe

Februar 2022

Blackout belächelt, unterschätzt. Eine Situation, die jederzeit eintreffen kann. Experten sind sich einig – es ist nicht mehr die Frage, ob es zu einem Blackout kommt, sondern nur noch wann und wie lange. In einer Gesellschaft, die so stark von Elektrizität und Telekommunikation abhängig ist, ist das ohne Vorwarnung ein großes Problem. Es gibt Beispiele die zeigen, dass wir uns darauf vorbereiten sollten. Auch gezielte Cyberattacken von Hackern sind diesbezüglich eine Gefahr. Auf Einladung des MPKA (Motor Presse Klub Austria) und VRÖ (Verband der Reifenspezialisten Österreichs) hielt Generalmajor Bruno Hofbauer (Generalstab / Österreichisches Bundesheer Capability Director / Leiter Direktion Fähigkeiten & Grundsatzplanung) einen Online Vortrag und informierte, wie man sich auf einen möglichen Blackout vorbereiten kann. Wenn die elektrische Energieversorgung zusammenbricht, wird es einige Zeit dauern, bis die technischen Notallmaßnahmen greifen. „Die Gefahr eines Blackouts darf nicht unterschätzt werden“ so Hofbauer. Darum rät er, wenn möglich Vorräte für mindestens vierzehn Tage anzulegen. Er empfiehlt, „wie für einen Campingurlaub zu planen, der dann in den eigenen vier Wänden verbracht wird“. Viele Menschen unterschätzen, wie extrem unser Leben von einer einwandfreien Stromversorgung abhängig ist.  

Was funktioniert nicht mehr? Z. B. alle vernetzten, von der Stromversorgung abhängigen Infrastrukturen, wie Telefone, Handys, Internet, Bankomat, Zahlsysteme Tankstellen, Ampeln, viele öffentliche Verkehrsmittel, Lifte, Hebebühnen, elektrische Türen, … 
Probleme bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Medikamenten, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Ampeln fallen aus, u.v. a.m.  

Im eigenen Haushalt sind vor allem Licht, Kühlgeräte und die meisten Heizsysteme betroffen. Notrufe können nicht mehr abgesetzt werden…. Wichtig ist, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, denn wir können so eine Krise nur gemeinsam bewältigen. Es kommt auf jeden von uns an, die schwerwiegenden Folgen eines Blackouts zu meistern. Das österreichische Bundesheer informiert in einem Ratgeber-Folder über die wichtigsten Vorkehrungen. blackout_folder.pdf (bundesheer.at)
Gefahr eines Blackouts darf nicht unterschätzt werden
Gefahr eines Blackouts darf nicht unterschätzt werden
Generalmajor Bruno Hofbauer (Generalstab / Österreichisches Bundesheer Capability Director / Leiter Direktion Fähigkeiten & Grundsatzplanung)

FOTOCREDIT Österr. Bundesminsterium Landesverteidigung 

Online Veranstaltung – Vision und Illusion des Elektroautos                                           Eine Momentaufnahmen mit Ausblick

Jänner 2022

Im Rahmen einer Kooperation des VRÖ (Verband der Reifenspezialisten Österreichs) und dem MPKA (Motor Presse Klub Austria) fand ein Onlinevortrag mit anschließender Diskussion zum Thema Elektroauto statt. Prof. Dipl. Ing. Dr. h.c. Jürgen Stockmar nahm die Elektromobilität unter die Lupe. 
Den steigenden CO2-Ausstoß der Industriegesellschaften will die Politik mit drastischen Maßnahmen zur Dekarbonisierung reduzieren. Die Emissionen von Fahrzeugen sollen durch besonders stringente legistische Maßnahmen eingeschränkt werden. Häufig wird von Politikern und Medien die Elektromobilität als Weltretter gehypt.
Weltweit verursachen Fahrzeuge mit rund 20 % einen wichtigen Teil des CO2-Ausstoßes. Bei der europäischen Abgasprüfung werden Elektrofahrzeuge mit 0 % CO2-Ausstoß bewertet. Hier wird eine Technologie gefördert, und nicht das Ergebnis – und diese Vorgangsweise ist nicht die Aufgabe der Politik. Bei der Bewertung der E-Mobilität wird sowohl die energieintensive und umweltschädliche Produktion der Traktionsbatterien als auch die Stromerzeugung völlig außer acht gelassen. Eine Lebenszeit-Analyse (LC A) wäre der einzig richtige Weg zur Bemessung der Auswirkungen der Elektromobilität auf die Umwelt. Bei der Gewichtung der Kollateralschäden durch die Elektromobilität kann sie heute noch nicht als ökologisch und ökonomisch sinnvoll angesehen werden. Erst die umfangreiche Nutzung von regenerativ erzeugtem Strom wird die E-Mobilität umweltschonend machen.
Europa sieht sich als Vorreiter der Dekarbonisierung bei Fahrzeugen. Dabei stammen global gerechnet lediglich ca. 2 % der CO2-Emission aus europäischen Auspuffen. Während China über 1000 Kohlekraftwerke betreibt und sich weitere 100 im Bau befinden. Australien hat kürzlich verkündet, die Kohleförderung nicht einzuschränken. Indien, USA und Russland sind die weiteren großen CO2-Emittenten.
Wir laufen Gefahr, mit gigantischen Kosten die europäische Automobil-Industrie im globalen Konkurrenzfeld abzuhängen. Bisher ist sie noch der Wohlstandsmotor in Europa.

Jürgen Stockmar
Prof. Dipl. Ing. Dr. h. c. Jürgen Stockmar, erfahrener und erfolgreicher Experten für Kraftfahrzeugentwicklung. U. a. war er Leiter der Abteilung Fahrwerkabstimmung bei AUDI NSU (Ingolstadt), Entwicklungsleiter Allradfahrzeuge bei Steyr Daimler Puch AG, Mitglied des Vorstandes: bei Steyr Daimler Puch AG im Bereich Entwicklung, Audi AG (Ingolstadt), Adam Opel Rüsselsheim (Bereich Technik), Magna International und Magna Europa AG, Bereich Forschung und Entwicklung. Er unterrichtete an der TU Wien und berät er Firmen im automotiven Bereich 

VRÖ Info-Nachmittag

Das war der VRÖ Info-Nachmittag 2018.

Unterlagen zum Vortrag von Sanjay Sauldie:
„Digitalisierung – Marketing-Trends“
können im VRÖ-Büro angefordert werden.
E-Mail: vroe@aon.at

Reifen Round Table

Sechs Branchengrößen diskutieren mit KFZ Wirtschaft-Chefredakteur Wolfgang Bauer die brisanten Themen rund um den Reifen.

Das ist der Link zu den Videos.